FAQ

Korruption ist der Missbrauch einer bestimmten Vertrauensstellung und in Rumänien weit verbreitet. Es gibt über 150 städtische Tierheime und Tötungsstationen plus zahlreiche private Einrichtungen. Diese werden von der Regierung finanziert und sollten von der staatlichen Veterinärbehörde kontrolliert werden. Die Finanzierung beinhaltet das Fangen, die Versorgung und ggf. die Tötung der Tiere. In Tötungsstationen gilt meist eine Frist von zwei Wochen, nach der die meisten Vierbeiner auf grausame Weise getötet werden. Städtische Tierheime töten die Hunde zwar nicht, versorgen sie jedoch so schlecht, dass die Tiere aufgrund fehlender medizinischer Versorgung und unzureichender oder fehlender Nahrung oft auch dort nach kurzer Zeit verenden. Sie sterben dort voller Angst, geprägt von Schmerz, Leid und Entbehrungen. Die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel kommen oft überhaupt nicht bei den Tieren an oder aber werden zweckentfremdend eingesetzt.

Wie verhindern wir also, dass unsere Spenden durch Korruption nicht da ankommen wo sie sollen?
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  • Wir wählen unsere Partner vor Ort mit größter Sorgfalt aus. Nicht alle Menschen in Rumänien sind korrupt.
  • Wir sind mehrmals im Jahr in Rumänien, um uns von der Arbeit vor Ort persönlich zu überzeugen. 
  • Wir treffen vorab finanzielle Entscheidungen darüber, was wir unterstützen möchten, und setzen unsere Gelder direkt und unmittelbar ein. Zahlungen erfolgen nur gegen Rechnungen und Leistungsnachweise.
  • Wir vermeiden es, Geld pauschal für Futter zu überweisen. Stattdessen kaufen wir das Futter selbst und senden es direkt an die Hunde.

Oft werden wir mit der Frage konfrontiert, weshalb wir uns den Hunden in Rumänien widmen, obwohl unsere deutschen Tierheime voll sind. Wir haben großen Respekt vor dem Engagement der Tierschützer in Deutschland und schätzen ihre Arbeit sehr.
Unabhängig davon, ist das Leid der Tiere im Ausland und die Zustände in den „Tierheimen“, nicht ansatzweise mit deutschen Verhältnissen vergleichbar (3-Sterne-Hotel vs. Alcatraz). Dass es keine Gassi-Gänger in rumänischen Tierheimen gibt, ist das kleinste Problem. Neben oft unzureichender Versorgung mit Futter und Medikamenten, sowie mangelnder Hygiene, sterben viele Hunde im öffentlichen Tierheim, weil durch unzureichend Platz und fehlender Verträglichkeitsprüfung, sich die Hunde zerfleischen. Auch werden Hunde in Tötungsstationen massenhaft und qualvoll hingerichtet.

Wir wollen das Leid der Tiere im Land bekämpfen!

Da viele dieser Hunde jedoch kaum Vermittlungschancen in Rumänien haben, möchten wir einigen von ihnen ein besseres Leben in einem anderen Land ermöglichen

Oftmals besteht der Gedanke, etwas Gutes zu tun, wenn man sich für ein Tier aus dem Ausland entscheidet. Und das trifft definitiv zu! Auch wenn man mit der Rettung eines Hundes aus dem Ausland die Welt nicht im großen Maße verändern kann, so verändert man doch die gesamte Welt dieses einen Hundes. Man verschafft ihm Erleichterung von Leid und Elend und rettet ihn oft vor einem sicheren Tod. Wenn man sich dazu entscheidet, einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren, ist es äußerst wichtig, dies über einen seriösen Verein zu tun. Leider gibt es auch schwarze Schafe, die den Tierschutz für ihre eigenen Zwecke ausnutzen, emotionale Entscheidungen ausnutzen oder sich nicht angemessen um die Tiere kümmern. Diese Tiere könnten möglicherweise nicht ordnungsgemäß geimpft sein oder unter schlechten Bedingungen gehalten worden sein. Da Hunde aus dem Ausland häufig mit Parasiten oder Mittelmeerkrankheiten zu kämpfen haben, ist eine gute medizinische Versorgung vor der Ausreise von essentieller Bedeutung.
Fazit: Angesichts des aktuellen Trends zur Mehrhundehaltung sollte man erwägen, sowohl Hunden aus dem Inland als auch aus dem Ausland eine Chance auf ein neues Leben zu geben. Egal, woher der Hund stammt, er wird dir in jedem Fall unglaublich dankbar sein und ein treuer Begleiter sein!

Vorweg: Wir sind ganz klar der Meinung NEIN! 

Ein Tierschutzhund ist kein Problemhund, sondern ein Hund mit Vergangenheit. Die Erfahrungen, die ein Hund gemacht hat, können oft nur erahnt werden.
Es liegt in der Verantwortung der Tierschützer zu entscheiden, welcher Hund bereit für ein neues Leben ist. Einige Hunde passen sich sofort gut an und ihre Vergangenheit ist ihnen kaum anzumerken. Andere benötigen etwas mehr Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Es gibt auch Hunde, die aufgrund schwerer Traumata oder negativer Prägungen nicht zur Ausreise geeignet sind. Diese Hunde würden in Deutschland häufig weitergereicht und könnten letztendlich im Tierheim landen. Dies möchten wir verhindern.

Wann ist ein Hund ein Problemhund? Sind wir gleich „Problemmenschen“, nur weil wir mal schlechte Dinge erlebt haben?
In der heutigen Gesellschaft wird vieles gleich als seltsam oder problematisch erachtet, nur weil es nicht der allgemeinen Vorstellung entspricht. Ist ein Hund gleich ein Problemhund, nur weil er Menschen eher aus dem Weg geht, nicht gerne mit Artgenossen spielt oder aber Radfahrer nicht mag?

​Stellen wir uns mal die Frage, warum diese Hunde verschiedene Ängste etc. zeigen. Viele Hunde haben Ängste aufgrund schlechter Erfahrungen mit Menschen gemacht. Vertrauen kann jedoch wieder aufgebaut und Probleme können gelöst werden. Auch Hunde vom Züchter können Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, wenn sie schlecht aufgezogen oder nicht ausreichend sozialisiert wurden.

Auch ein Klassiker, unabhängig der Herkunft des Hundes: viele Menschen möchten gerne einen Hund der nicht bellt. Für einen Hund, eine ganz normale Verhaltensweise und Mittel der Kommunikation, für die Ansicht unserer Gesellschaft störend.

Abschließend möchten wir den Menschen großen Respekt zollen, die sich Hunden mit schwieriger Vergangenheit annehmen und ihnen geduldig zeigen, dass es sich lohnt, dem Menschen wieder zu vertrauen.​

Die Schutzgebühr dient in erster Linie dazu, die Kosten zu decken, die bis zur Vermittlung eines Tieres angefallen sind. Diese Kosten umfassen Impfungen, Chipimplantation, EU-Heimtierausweis, Kastration, Parasitenbehandlung, Tests auf Mittelmeerkrankheiten, Ausreisepapiere, Transport nach Deutschland, Futterkosten und medizinische Behandlungen usw.

Die Schutzgebühr hat auch eine symbolische Bedeutung und soll eine gewisse Wertigkeit des Tieres verdeutlichen, um eine vorschnelle Anschaffung zu verhindern. Sie stellt sicher, dass der/die Adoptierende auch weiterhin in der Lage ist, das Tier finanziell gut zu versorgen.
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In vielen Fällen deckt die Schutzgebühr nicht die tatsächlichen Kosten, die dem Verein für das Tier entstanden sind. Wenn jedoch etwas von der Schutzgebühr übrig bleibt, wird dieses Geld direkt für wichtige Projekte wie Kastrationen, Futter oder die Rettung weiterer Tiere eingesetzt.

Allgemeines
Die Herzwurmerkrankung, auch bekannt als Dirofilariose, ist eine durch Stechmücken übertragene Erkrankung, die hauptsächlich bei Hunden und Katzen auftritt. Der Erreger dieser Krankheit ist der fadenförmige Parasit Dirofilaria immitis, auch Herzwurm genannt. Obwohl Katzen scheinbar weniger anfällig für eine Infektion sind, können auch sie schwerwiegende Formen der Erkrankung entwickeln. Darüber hinaus können sich auch Frettchen und in seltenen Fällen sogar Menschen infizieren. Beim Menschen handelt es sich jedoch um einen Fehlwirt, das bedeutet, dass die Larven des Herzwurms im menschlichen Körper keine weitere Entwicklung durchlaufen und auch nicht geschlechtsreif werden. Sie können sich möglicherweise im Lungengewebe verkapseln und dort Thoraxschmerzen und Husten verursachen oder sogar im Auge vorkommen. Viele Patienten zeigen jedoch keine Symptome.
Es handelt sich um eine sehr ernsthafte Erkrankung, deren Prognose jedoch bei frühzeitiger Behandlung meist sehr gut ist. In fortgeschrittenen Stadien können jedoch schwere Schäden auftreten, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.

Verbreitung
Die Herzwurmerkrankung ist seit vielen Jahren in den USA und den Mittelmeerländern verbreitet. In den letzten Jahren hat sie auch in osteuropäischen Ländern, insbesondere in bestimmten Teilen Rumäniens, zugenommen. Durch den vermehrten Import von Hunden aus endemischen Ländern, Reisen mit eigenen Hunden in betroffene Gebiete und die zunehmend warmen Sommer in Deutschland steigt auch hierzulande die Zahl der positiv getesteten Tiere. Es ist daher wichtig, dass jeder verantwortungsbewusste Hundehalter dazu beiträgt, die Verbreitung der Krankheit so weit wie möglich einzudämmen.

Infektionsweg und Entwicklung des Herzwurms
Der Lebenszyklus des Herzwurms ist kompliziert und dauert einige Monate. Für seine Entwicklung benötigt er zwei Wirte, was bedeutet, dass er sich zwar im Körper des Hundes vermehrt, jedoch für seine weitere Entwicklung die Übertragung auf einen anderen Hund durch eine Mücke nötig ist. Eine direkte Übertragung von Hund zu Hund ist nicht möglich.
Mittlerweile sind ca. 70 Mückenarten bekannt, die Herzwurmlarven übertragen können. Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung dieser Mückenarten in nördlichere Regionen.
Sticht eine Mücke einen infizierten Hund, nimmt sie dabei Herzwurmlarven (Mikrofilarien) auf. In den Eingeweiden der Mücke erreichen die Larven ein neues und infektiöses Stadium. Diese Larven gelangen bei einem Stich in die Unterhaut eines anderen Hundes, wo sie nach 1 bis 2 Wochen das Larvenstadium erreicht haben, das dann durch das Unterhaut- und Fettgewebe sowie die Muskulatur bis zu den Blutgefäßen wandert. Im Gefäßsystem entwickeln sich die Herzwürmer zu erwachsenen Parasiten, wobei die Weibchen eine Länge von 30 cm erreichen können. Die erwachsenen Würmer (Makrofilarien) siedeln sich bevorzugt in den Lungengefäßen an, womit der Name Herzwurm etwas irreführend ist. Jedoch können die Würmer tatsächlich bis zum rechten Herz wandern.
Da die Makrofilarien erst 6 bis 8 Monate nach der Infektion des Hundes geschlechtsreif werden, können sie auch erst zu diesem Zeitpunkt im Blut nachgewiesen werden.
Die Makrofilarien wiederum geben Mikrofilarien in den Blutstrom des Wirtstieres ab, wobei diese jedoch nicht infektiös und wachstumsfähig sind. Dazu bedarf es wiederum der Mücke als Zwischenwirt …

Mögliche Schäden durch den Herzwurm
Obwohl die Mikrofilarien, die von den erwachsenen Würmern in den Blutkreislauf abgegeben werden, ohne den Zwischenwirt Mücke nicht wachstumsfähig und nicht infektiös sind, kann allein ihre Anzahl Schäden anrichten. Zirkulieren sehr viele Larven durch den Körper, können sie die kleinsten Gefäße verstopfen und so zu Sauerstoffmangel in wichtigen Organen führen, was an sich schon Herzversagen, aber auch andere tödliche Organschäden verursachen kann.
Weitere Schäden werden durch erwachsene Herzwürmer verursacht, die bis zu 7 Jahre im Hund überleben können. In diesem langen Zeitraum können sie viele und schwere Schäden vor allem in der Lunge verursachen. Aufgrund der Größe der ausgewachsenen Würmer kommt es entsprechend bei kleineren Hunde zu schlimmeren Komplikationen als bei großen Patienten. Bei kleineren Rassen können die Makrofilarien selbst bei geringer Anzahl die Lungengefäße verlegen und bis ins rechte Herz wandern. Bei großen Rassen bleiben die Würmer meist in den Lungengefäßen, sodass auch bei starkem Befall im Herzultraschall oft keine Würmer nachgewiesen werden können.
Die Würmer üben im Gefäßsystem Reize auf die Gefäßwände aus, worauf diese mit entzündlichen Reaktionen antworten, die sowohl die Gefäßwände selbst als auch das umliegende Gewebe verändern: Die Gefäße werden im Durchmesser kleiner und die Gewebe verlieren an Elastizität, sodass die Durchblutung der Lunge beeinträchtigt wird. Bei langer Krankheitsdauer bzw. ausgeprägtem Befall kann es in der Folge zu gefährlichem Lungenhochdruck (pulmonale Hypertension oder Hypertonie) führen, da die rechte Herzhälfte nun mehr arbeiten muss, um genügend Blut in die veränderte Lunge zu pumpen. Die dadurch bedingte Vergrößerung des rechten Herzens kann zu Flüssigkeitseinlagerungen in Bauch (Aszites) oder Brustkorb (Pleuraerguss) bis hin zu Herzversagen führen.
In sehr schweren Fällen dringen die Würmer in die rechte Vor- und Hauptkammer des Herzens vor und hindern dabei die Trikuspidalklappe, die die beiden Kammern trennt, sich zu schließen und ihre Funktion beim Blutdurchfluss zu erfüllen.
Daneben kann es durch mechanische Reize zur Zerstörung der roten Blutkörperchen kommen (Hämolyse), was zu Blutarmut (Anämie) führt.
Wichtig ist: Je länger die Erkrankung unbehandelt bleibt, umso größer und irreversibler können die Schäden werden!

Symptome
In den frühen Stadien des Wurmbefalls treten oft nur wenige und auch sehr unspezifische Symptome auf, sodass die Erkrankung lange verborgen bleiben kann. Deshalb ist es so wichtig, Hunde aus dem endemischen Ausland oder nach einem Aufenthalt in einem endemischen Gebiet unbedingt testen zu lassen.
Das Auftreten von Symptomen ist abhängig von der Anzahl der Würmer und ihrer Länge. Sie beginnen oft in einer ganz leichten Ausprägung und werden nur langsam stärker.
Mögliche Symptome sind:

  • Trockener Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Schnelle Ermüdung
  • Nervosität
  • Lustlosigkeit
  • Ohnmacht
  • Orientierungslosigkeit
  • Wassereinlagerungen in Bauch und Gliedmaßen (Ödeme)
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Herzversagen

Diagnostik
Parallel zu dem Mikrofilarientest sollte auch ein Test auf Makrofilarien durchgeführt werden.
Fällt der Mikrofilarientest negativ aus, kann das auch ein „falsch negatives“ Ergebnis sein, wenn die Filarien noch nicht geschlechtsreif sind, der Hund nur mit männlichen Würmern belastet ist oder im Vorfeld eine medikamentöse Entwurmung durchgeführt wurde. Häufig wird eine Testwiederholung erst nach 6 Monaten empfohlen, manche Tierkliniken raten jedoch zu einer Wiederholung bereits nach drei Monaten und bei ebenfalls negativem Ergebnis zu einem erneuten Test nach weiteren 3 Monaten.
Beim Testen auf vorhandene Makrofilarien können nur geschlechtsreife weibliche Würmer nachgewiesen werden, da hier ein Antigen aus der Gebärmutter der Würmer getestet wird. So kann es bei einem Befall nur mit männlichen Würmern ebenfalls zu einem falsch negativen Ergebnis kommen.
Ist einer der Tests positiv, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden: Röntgen des Brustkorbs in verschiedenen Ebenen sowie Herzultraschall. Nur so können das Ausmaß des Befalls und eventuell schon bestehende Schäden erkannt und das Behandlungsrisiko eingeschätzt werden.

Behandlung
Die Behandlung der Herzwurmerkrankung erfolgt multimodal, d. h., es werden mehrere Medikamente eingesetzt, um möglichst alle Stadien der vorhandenen Herzwürmer abzutöten. Mit einer Behandlungsdauer von 6 Monaten ist zu rechnen.
Die folgenden Ausführungen entsprechen den Empfehlungen der American Heartworm Society AHS sowie der European Society of Dirofilariosis and Angiostrongylosis ESDA, so wie sie von der Tierklinik Hofheim (für nähere Informationen siehe www.tierklinik-hofheim.de) und anderen umgesetzt werden.
Zum Einsatz kommen in der Regel drei Arzneimittel bzw. Arzneimittelgruppen:

  1. Makrozyklische Laktone: Hierbei handelt es sich um spezielle Entwurmungsmittel mit Wirkstoffen wie Moxidectin, Milbemycin oder Selamectin. Die Wirkstoffe werden z.B. unter dem Handelsnamen Advocat vertrieben und töten die Larven, die sich noch im Gewebe befinden und die unreifen Würmer in den Blutgefäßen. Außerdem schwächen sie die jungen, erwachsenen Würmer. Die Behandlung mit makrozyklischen Laktonen erstreckt sich über mindestens 4 Monate, die Gabe erfolgt alle 28 bis 30 Tage.
  2. Doxycyclin: Doxycyclin ist ein Antibiotikum, das dazu dient, die auf den Herzwürmern lebenden Bakterien abzutöten. Diese Bakterien helfen den Herzwürmern beim Überleben und der Vermehrung, können jedoch auch selbst das Lungengewebe schädigen und beim Absterben der Makrofilarien das Risiko für Lungenembolien erhöhen. Empfohlen wird eine 4-wöchige Therapie vor Beginn des nächsten Therapieschritts. Begonnen wird diese Behandlung gleichzeitig mit den makrozyklischen Laktonen.
  3. Melarsomin (adultizide Therapie): Der Wirkstoff Melarsomin mit dem Handelsnamen Immiticide wird dreimal per Injektion verabreicht, um die erwachsenen Würmer abzutöten. Der Beginn dieser Behandlung liegt 1 bis 2 Monate nach dem Behandlungsbeginn mit den makrozyklischen Laktonen. Die zweite Injektion erfolgt 4 Wochen nach der ersten, die dritte Injektion 24 Stunden später. Die Injektionen sind schmerzhaft, aber der Hund muss absolut ruhig halten. Deshalb ist es möglich, dass eine Sedierung/leichte Narkose empfohlen wird. Während und nach der Behandlung werden mehrere Kontrolluntersuchungen durchgeführt, die Abschlussuntersuchung erfolgt in der Regel 6 Monate nach der letzten Injektion. Sind schon ernsthafte organische Schäden entstanden, müssen diese auch weiterhin kontrolliert werden.

Achtung!!!
Wenn erwachsene Herzwürmer absterben, werden sie aus den Lungengefäßen ausgeschwemmt und können dabei zu Thrombosen/Lungenembolie führen, was durchaus auch tödlich enden kann. Bewegung erhöht den Blutdurchfluss, was das Risiko deutlich vergrößert.
Deshalb ist es unerlässlich, den Hund über die Dauer der Behandlung – 1 bis 2 Monate nach der letzten Injektion – ruhig zu halten. Das bedeutet bei starkem Befall, den Hund eventuell auch über Monate in einer Box unterzubringen und ihn nur kurz und angeleint zum Lösen nach draußen zu bringen.
Slow-Kill-Methode
Die sogenannte Slow-Kill-Methode zielt – wie der Name sagt – auf ein langsameres Abtöten der Würmer ab, um so die Belastung des Hundes zu verringern. Bei dieser Methode wird ebenfalls das Antibiotikum Doxycyclin verabreicht, sowie ein makrozyklisches Lakton – dies jedoch über einen langen Zeitraum hinweg. Allerdings gibt es hier kein einheitliches Behandlungsschema und auch keine Leitlinien, sodass die von verschiedenen Seiten empfohlene Therapiedauer stark variiert – von 6 bis 24 Monate. Da auch hier Würmer absterben und eine Lungenembolie verursachen können, müssten die Patienten auch bei dieser Methode über die gesamte Behandlungsdauer ruhig gehalten werden, was kaum zu realisieren ist.
Ein weiterer Nachteil der Methode ist das anhaltende Wachstum der nicht getöteten Würmer, welche dann zu den oben beschriebenen Schäden des Lungengewebes führen können. Schließlich besteht auch die Möglichkeit, dass sich bei einer so langen Therapiedauer Resistenzen gegenüber dem verabreichten Mittel bilden können.

Vorbeugung
Die beste Vorbeugung gegen eine Infektion mit Herzwürmern ist es, den eigenen Hund nicht in ein Gebiet mit endemischer Verbreitung mitzunehmen.
Ist dies unerlässlich, kann nach der Reise (falls sie weniger als einen Monat dauert), ein makrozyklisches Lakton gegeben werden. Während des Aufenthalts in einem endemischen Gebiet kann ein Repellent eingesetzt werden, das Mücken abhält und so das Infektionsrisiko senkt.

Quellen: www.tierklinik-hofheim.de

Allgemeines
Als Anaplasmose bezeichnet man eine parasitäre Infektion, die durch Zecken übertragen wird und durch Anaplasma-Bakterien verursacht wird. Diese zählen wie Ehrlichia canis zur Ordnung der rickettsienähnlichen Bakterien.
Man unterscheidet die Arten Anaplasma phagozytophilum, die die Granylozyten befallen sowie Anaplasma platys, die die Thrombozyten befallen. Die Erkrankung verläuft in akuten und chronischen Phasen.
Bei Anaplasma phagozytophilum handelt es sich um eine Zoonose, d. h., auch Menschen können sich durch einen Zeckenstich infizieren, wobei diese Erkrankung dann Humane granulozytäre Ehrlichiose heißt.
Eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen ist jedoch nicht möglich!
Verbreitung
Anaplasmose findet sich weltweit. In Europa zählen Nagetiere, Wild- und Hauswiederkäuer, Wildschweine und Füchse zu den Reservoirwirten, wobei bei der Verbreitung jedoch auch Vögel eine Rolle zu spielen scheinen.
Infektionsweg
Die Infektion erfolgt durch einen Zeckenstich. Anaplasma phagozytophilum wird von Schildzecken der Gattung Ixodes übertragen, in Europa von Ixodes ricinus, dem Holzbock. Bei Anaplasma platys ist der Überträger die braune Hundezecke Rhipicephalus sanguineus.
Die Erreger werden ca. 24 bis 48 Stunden nach Beginn des Saugaktes von der Zecke ins Blut des Tieres abgegeben, wobei die Inkubationszeit 5 -20 Tage beträgt.
Möglich ist auch eine Übertragung durch das Blut eines infizierten Tieres im Rahmen einer Transfusion.
Mögliche Schäden 
Die Anaplasmaceae verbreiten sich im Körper über Blut und Lymphe und können dabei viele Organe befallen, insbes. Milz, Leber, Lunge, Nieren und Herz.
Symptome
Die Symptome der Anaplasmose sind eher unspezifisch:
– In der akuten Phase, die sich über 1 – 3 Wochen erstreckt, werden diese Symptome beobachtet: Lethargie, Appetitlosigkeit, Fieber, Lahmheiten, Polyarthritis, blasse Schleimhäute, angespanntes Abdomen, Durchfall, Übelkeit, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Lahmheit.
– In der chronischen Phase ähneln die Symptome denen der Ehrlichiose: neurologische Störungen, Lahmheit, Polyarthtritis, Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut).
Diagnostik
In der akuten Phase ist ein direkter Erregernachweis möglich mittels PCR aus Blut, Synovia („Gelenkschmiere“), Liquor (Körperflüssigkeit) oder Gewebe, wobei ein negatives Ergebnis eine Infektion nicht ausschließt. Es tritt eine Thrombozytopenie (Verringerung der Blutplättchen) auf sowie bei ca. 2/3 der Hunde eine Anämie. Auch weitere Laborwerte weisen Veränderungen auf.
In der chronischen Phase dagegen ist nur ein indirekter Nachweis über die Bestimmung eines Antikörpertiters möglich.
Beim Röntgen und Ultraschall wird häufig eine generalisierte Milzvergößerung (Splenomegalie), z.T. mit gleichzeitiger Vergrößerung der Leber (Hepatosplenomegalie) festgestellt.
Wichtig ist eine Differentaldiagnostik hinsichtlich anderer Blutparasiten und Neoplasien (Neubildung von Körpergeweben sowohl als Regeneration als auch als Tumorvorstufen) sowie die Abgrenzung von anderen mit Fieber und Arthritis einhergehenden Erkrankungen wie Borreliose, Ehrlichiose und Mehrfachinfektionen mit diesen Erregern.
Behandlung
In der akuten Phase erfolgt die Behandlung mittels Antibiose (z. B. Doxycyclin über 2–3 Wochen, alternativ Chloramphenicol). Daneben erfolgt eine symptomatische Behandlung, z. B. mit Schmerzmitteln.
Während der chronischen Phase wird alle 6 bis 12 Monate ein Monitoring mit Blutbild, klinischer Chemie sowie Proteinelektrophorese sowie die Therapie möglicher Co-Infektionen empfohlen.
Bei einer Infektion mit Anaplasma platys ist in der Regel keine Erregerelimination möglich.

Prognose
Bei korrekter Diagnose und Therapie ist die Prognose gut.

Vorbeugung
Neben der schnellstmöglichen Entfernung von Zecken sollte eine Zeckenprophylaxe (Spot-on, Halsband) durchgeführt werden. Die Meidung von Gebieten mit besonders hohem Zeckenvorkommen versteht sich von selbst.

Quellen: Suter, Kohn, Schwarz (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik, Stuttgart 2012, S. 341 f.
www.parasitosen.de
Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage, München 2003

Allgemeines
Als Ehrlichiose bezeichnet man die durch Zecken übertragene parasitäre Infektion mit Ehrlichia-Arten, die zu den Bakterien der Familie Anaplasmataceae gehören. Diese zählen zur Ordnung der Rickettsien.
Hunde sind in der Regel durch eine Infektion mit Ehrlichia canis betroffen, die die Monozyten und Makrophagen (v.a. in Milz und Leber) befallen, wobei es aber noch weitere Arten wie Ehrlichia phagozytophila gibt. Auch diese Erkrankung verläuft in akuten und chronischen Phasen.
Menschen können sich ebenfalls durch einen Zeckenstich mit Ehrlichiose infizieren, eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen ist jedoch nicht möglich!
Verbreitung
Ehrlichiose findet sich hauptsächlich in tropischen und subtropischen Gebieten, breitet sich aber aufgrund der zunehmenden Reisen sowie der Erderwärmung auch in nördlicheren Regionen aus.
In Europa zählen Hunde, Nagetiere, Wild- und Hauswiederkäuer, Pferde, Füchse und Wölfe zu den Reservoirwirten.
Infektionsweg
Die Infektion mit Ehrlichia canis erfolgt durch einen Stich der Braunen Hundezecke Rhipicephalus sanguineus.
Die Erreger werden bereits ab 3 Stunden nach Beginn des Saugaktes von der Zecke ins Blut des Tieres abgegeben, wobei die Inkubationszeit 7 -20 Tage beträgt.
Möglich ist auch eine Übertragung durch das Blut eines infizierten Tieres im Rahmen einer Transfusion.
Mögliche Schäden
Die Anaplasmaceae verbreiten sich im Körper über den Blutstrom und können dabei viele Organe befallen, insbes. Milz und Leber, aber auch Lunge, Nieren und Herz.
Symptome
Der Krankheitsverlauf wird in drei Phasen mit unterschieden:
In der akuten Phase, die sich über 1 – 3 Wochen erstreckt, werden diese Symptome (ähnlich wie bei der Anaplasmose, aber häufig stärker) beobachtet:
Lethargie, Apathie, Fieber, gastrointestinale Störungen, Splenomegalie (Vergrößerung der Milz), Schwellungen der Lymphknoten, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Petechien (punktförmige Einblutungen auf den Schleimhäuten).
Die darauffolgende subklinische Phase zeigt sich symptomlos.
In der späteren chronischen Phase können die Symptome sehr unterschiedlich sein und natürlich müssen nicht alle auftreten:
Schwäche, Abgeschlagenheit, Fieber, Gewichtsabnahme, Schwellung von Lymphknoten und Milz, Wassereinlagerungen, blasse Schleimhäute, Blutungsneigung, Augen- und Nasenausfluss, Nasenbluten, Lungen- und Nierenfunktionsstörungen, Gelenk- und Muskelentzündungen, Hornhauttrübung, Netzhautablösung
Diagnostik
In der akuten Phase ist ein direkter Erregernachweis möglich über einen angefärbten Blutausstrich oder mittels PCR aus dem Blut, wobei ein negatives Ergebnis eine Infektion nicht ausschließt.
Frühestens 7 – 21 Tage nach der Infektion ist ein indirekter Nachweis über die Bestimmung eines Antikörpertiters möglich. Die Thrombopenie (Verminderung der Blutplättchen) zeigt sich als Leitsymptom, jedoch sind auch weitere Laborwerte verändert.
Da die Ehrlichiose häufig in Begleitung weiterer Infektionen auftritt, ist es unbedingt ratsam, ein komplettes Reiseprofil erstellen zu lassen.
Wichtig ist eine Differentialdiagnostik hinsichtlich Anaplasmose, Hepatozoonose, Babesiose, Niereninsuffizienz sowie aller anderen Erkrankungen, die mit Hyperglobulinämie (verstärktes Auftreten bestimmter Proteine im Blutplasma) einhergehen.
Behandlung
Während das symptomlose Vorhandensein eines Titers keine Indikation für eine medikamentöse Behandlung darstellt, erfolgt die Behandlung bei akuten Symptomen mittels Antibiose (z.B. Doxycyclin über 3-4 Wochen, alternativ Chloramphenicol). Insbesondere bei einer Doppelinfektion mit Babesien wird häufig Imidocarb angewendet.
Allerdings ist auch bei zeitnahem Behandlungsbeginn eine Erreger-Elimination in der Regel nicht erreichbar.
Während der chronischen Phase wird alle 6 bis 12 Monate ein Monitoring mit Blutbild, klinischer Chemie sowie Proteinelektrophorese sowie die Therapie möglicher Co-Infektionen empfohlen.

Prognose
Bei korrekter Diagnose und Therapie ist die Prognose gut, eine Doppelinfektion verschlechtert sie allerdings.

Vorbeugung
Neben der schnellstmöglichen Entfernung von Zecken sollte eine Zeckenprophylaxe (Spot-on, Halsband) durchgeführt werden. Die Meidung von Gebieten mit besonders hohem Zeckenvorkommen versteht sich von selbst.

Quellen: Suter, Kohn, Schwarz (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik, Stuttgart 2012, S. 340.
www.parasitosen.de
Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage, München 2003

Allgemeines
Als Babesiose (auch: Piroplasmose) bezeichnet man die durch Zecken übertragene parasitäre Infektion mit Babesienarten, die zu den Bakterien der Familie Babesiidae gehören. Diese zählen zur Ordnung der Piroplasmida.
In Europa ist vor allem die große Babesienart Babesia canis verbreitet, mit ihren Unterspezies Babesia canis vogeli und Babesia canis vulpes. Die Erreger befallen ausschließlich die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und zerstören sie, sodass es zu einer Anämie (Blutarmut) kommt, die auch tödlich enden kann.
Der Verlauf der Krankheit zeigt akute und chronische Phasen.Menschen können sich ebenfalls durch einen Zeckenstich mit Babesiose infizieren, eine direkte Übertragung vom Hund auf den Menschen ist jedoch nicht möglich!

Verbreitung
Babesia-Arten sind weltweit zu finden und an das Vorkommen der geeigneten Zeckenart gebunden. Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) überträgt hauptsächlich Babesia canis canis und ist von Südeuropa bis Nordfrankreich, Deutschland und Polen verbreitet – mit der Tendenz einer weiteren Ausbreitung nach Nordosten.
Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus), Überträgerin von Babesia canis vogeli, sowie die Babesia canis vulpes übertragende Igelzecke (Ixodes hexagonus) sind ebenfalls in der Verbreitung begriffen.
Als wichtigste Reservoirwirte zählen in Europa Hunde.

Infektionsweg
Die Infektion mit Babesia canis erfolgt durch einen Stich der jeweiligen o.g. Zeckenart, wobei die Erreger schon nach ca.12 Stunden übertragen werden können. Die Inkubationszeit beträgt 5 Tage bis 3 Wochen.
Möglich ist auch eine Übertragung durch das Blut eines infizierten Tieres im Rahmen einer Transfusion.

Mögliche Schäden 
Die Babesia befallen, wie oben beschrieben, die roten Blutkörperchen, was zu deren Zerstörung und in der Folge zu einer Blutarmut führt. Dadurch kann es zu einer Vielzahl möglicher Schäden im gesamten Organsystem kommen.

Symptome
Der Krankheitsverlauf unterscheidet drei Phasen:
In der akuten Phase können Symptome aus dieser leider sehr langen Liste beobachtet werden:

  • Hämolyse (Auflösung von roten Blutkörperchen) mit darauffolgender Anämie („Blutarmut“)
  • Bilirubinurie (Bilirubin = Abbauprodukt des Hämoglobins, Gallenfarbstoff; Bilirubinurie = vermehrte Ausscheidung des Stoffs)
  • Hämoglobinurie (dunkler, Cola-farbener Urin), Fieber bis 42°C,
  • Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Blutungsneigung, blasse Schleimhäute, Ikterus („Gelbsucht“, Gelbfärbung der Schleimhäute)
  • Katarrh (Entzündung der Schleimhäute, häufig der Atmungsorgane) und Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut)
  • Gastritis (Magenschleimhautentzündung)
  • Myositis (Entzündung der Skelettmuskulatur)
  • Aszites (Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle)
  • Vergrößerung von Milz (Splenomegalie) oder Leber (Hepatomegalie)
  • Bewegungsstörungen, epileptiforme Anfälle
  • seltener Ödembildung (Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe)
  • Weiteres ist im Labor (Blut und Urin) festzustellen.

In der subklinischen Phase, also einer Phase mit nur leichten Symptomen, zeigen sich häufig leichtes Fieber, Anämie und Teilnahmslosigkeit.
In der späteren chronischen Phase können die Symptome sehr unterschiedlich sein und natürlich müssen nicht alle auftreten:
Schwäche, Abgeschlagenheit, Apathie (Teilnahmslosigkeit), Lethargie (extreme Müdigkeit mit herabgesetzter Reizschwelle), Gewichtsabnahme bis zur Abmagerung, blasse Schleimhäute, Anämie, Niereninsuffizienz.

Diagnostik
In der akuten Phase ist ein direkter Erregernachweis über einen angefärbten Blutausstrich aus dem Kapillarblut möglich. Das Blut sollte nicht aus der Vene entnommen werden, sondern aus dem Endgebiet der Blutgefäße, den Kapillaren, z. B. an den Ohren oder der Spitze der Rute, da hier die Babesienkonzentration am höchsten ist. Dieser Nachweis kann direkt in der Tierarztpraxis durchgeführt werden und ermöglicht im Akutfall eine schnelle Reaktion.
Die Untersuchung mittels PCR aus dem Blut sollte jedoch unbedingt zusätzlich durchgeführt werden, da hier über die Erreger-DNA die Erregerart nachgewiesen werden kann, was wiederum Auswirkungen auf die Behandlung hat. Außerdem ist der direkte Nachweis der kleineren Babesienarten mikroskopisch sehr schwierig, die PCR hingegen äußerst sicher.
Wichtig ist eine Differenzialdiagnostik hinsichtlich Anaplasmose, Ehrlichiose, Mycoplasmose (bakterielle Infektion), SLE (Systemischer Lupus erythematodes, eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die Haut, Bindegewebe und Organe befallen kann), IMHA (Immunhämolytische Anämie).

Behandlung
Die Behandlung erfolgt mit dem Mittel Imidocarb, wobei die Häufigkeit der Gabe sowie die Dosierung von der Erregerart abhängt. Je nach Erreger kommt die zusätzliche Verabreichung des Antibiotikums Doxycyclin in Betracht. Als Notfallmaßnahmen sind Infusionen, Dialyse und Bluttransfusionen angeraten. Während der Behandlung muss die PCR zur Kontrolle eventuell mehrmals zur Kontrolle wiederholt werden.

Prognose
Die Prognose hängt von mehreren Faktoren ab: Babesien-Stamm, Schwere des Verlaufs, Alter des Hundes, ggf. Impfstatus (s.u.).
Wird die Infektion zeitnah und korrekt diagnostiziert und entsprechend behandelt, ist die Prognose zwar relativ gut, aber durchaus unsicher. Die Elimination der Erreger ist schwierig und wird häufig nicht erreicht, sodass viele Hunde dauerhaft infiziert bleiben und auch (schwere) Rückfälle erleiden können.

Vorbeugung
Gegen die Babesiose gibt es tatsächlich einen Impfstoff, der jedoch nur in der Schweiz zugelassen ist.
Daneben ist eine chemische Prophylaxe möglich (Imidocarb), die vor einer Reise verabreicht werden kann und deren Wirkung ca. 3–4 Wochen anhält.
Ansonsten die übliche Prophylaxe mittels Spot-on oder Halsbändern, die Meidung von Risikogebieten sowie das zeitnahe Entfernen vorhandener Zecken.

Quellen
Suter, Kohn, Schwarz (Hrsg.): Praktikum der Hundeklinik, Stuttgart 2012, S. 375ff.
www.parasitosen.de
Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage, München 2003
www.gesundheitszentrum-fuer-kleintiere-luedinghausen.de

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