Kastrationspflicht – Wann kommt sie?
Warum eine bundesweite Kastrationspflicht mehr als notwendig ist!
Wir von Future 4 Paws e.V. sehen die Dringlichkeit einer bundesweiten Kastrationspflicht. Der Schwerpunkt unseres Tierschutzvereins ist der Auslandstierschutz in Rumänien und vor Ort versuchen wir durch regelmäßige Kastrationskampagnen die unkontrollierte Vermehrung von Hunden und Katzen nachhaltig einzudämmen (Stand Ende August 2026: 18658 Kastrationen). Dennoch sehen wir natürlich auch das Problem vor unserer Tür in Deutschland.
Die Fakten
Laut Tasso leben rund zwei Millionen Katzen in Deutschland auf der Straße. Hinzu kommen circa 120000 Hunde und Katzen, die alleine im Jahr 2025 entlaufen sind. Eine Kastrationspflicht gibt es jedoch nur in wenigen Regionen. Eine allgemeine bundesweite Kastrationspflicht bleibt bisher aus.
Einzelne Bundesländer wie Berlin und Hamburg haben eine landesweite Kastrationspflicht eingeführt. In den weiteren 14 Bundesländern findet man diese Regelung nur regional in sogenannten Hotspots wieder. Tierheime, wie z.B. das Tierheim in Saarbrücken und Kiel, haben schon Aufnahmestop. Andere wiederum stehen kurz davor. Sie platzen aus allen Nähten und laufen regelrecht über.
Die Menschen sind überarbeitet, arbeiten hauptsächlich für einen niedrigen Lohn und viele Einnahmen laufen über Spenden. Erst am 20. Mai 2026 hat der Deutsche Tierschutzbund e. V. die Bundesrepublik angeklagt, sie würde zu wenig die Tierheime unterstützen. Da der Tierschutz im Grundgesetz festgeschrieben ist (Art. 20a GG) und seit 2002 als Staatsziel verankert wurde, stellt sich die Frage:
Warum kommt auf den seit Jahren bekannten Hilferuf im Tierschutz seitens der Politik keine zielgerichtete Unterstützung?
Bis wir drauf eine Antwort erhalten, können wir uns jedoch selbst fragen: Was können wir tun, damit es nachhaltig zu einer Besserung kommt? Natürlich können wir alleine nicht die Zuschüsse steuern, die es für einen fairen Lohn zu einer guten Betreuung von Straßentieren braucht, aber wir können das Ausmaß der unkontrollierten Vermehrung versuchen nachhaltig zu reduzieren.
Inwiefern helfen Kastrationen beim Eindämmen der unkontrollierten Vermehrung?
Inwiefern sich bereits ein Wurf bei einem nicht-kastrierten Tier auf die unkontrollierte Vermehrung auswirkt, zeigen folgende Abbildungen:

Aus einem Hund können innerhalb von sechs Jahren bis zu 67000 Nachkommen entstehen.

Aus einer Katze können innerhalb von sechs Jahren bis zu 66088 Nachkommen entstehen.
Wenn wir einen Durchschnitt von 66500 Nachkömmlingen aus nur einem Wurf einer Katze oder einem Hund nehmen, haben wir von Future 4 Paws e. V. mit 18658 Kastrationen bereits in den kommenden sechs Jahren 1.240.757.000 Tiere vor Leid und Qualen retten können. Diese immensen Zahlen zeigen deutlich auf, wie wichtig und unverzichtbar auch hier in Deutschland eine Kastrationspflicht wäre.
Welche weitere Vorteile bringen Kastrationen mit sich?
Neben der Eindämmung der unkontrollierten Vermehrung gibt es auch weitere positive Aspekte einer Kastrationspflicht.
Alleine durch die Reduktion der Straßentiere würde es eine Entlastung für Tierheime geben, somit auch für Tierschützer*innen, Tierärzt*innen und allen weiteren Mitarbeiter*innen, die für und mit Tieren arbeiten. Ein weiterer und sehr wichtiger Punkt ist die gesundheitliche Vorsorge der Tiere. Durch Kastrationen können bei Hunden/ Rüden und Katzen/ Kater die Gefahren an einer Entzündung oder Tumoren (wie Gebärmutter, Eierstöcke, Hoden, Prostata) zu erkranken reduziert werden. Neben dem ist es möglich mithilfe einer Kastrationspflicht die Ausbreitung und der einhergehenden Ansteckung mit Infektionserkrankungen wie der Katzenseuche, Katzenschnupfen, Katzenleukämie (FEVL) und Katzen-Aids (FIV) nachhaltig einzudämmen.
Solange seitens der Politik die Unterstützung nicht ausreichend gegeben ist, versuchen wir von Future 4 Paws e. V. in Kooperationen mit weiteren Tierschützer*innen und Tierärzt*innen-Teams das Tierleid nachhaltig zu bekämpfen. Um uns bei dieser Arbeit zu unterstützen, kannst du jederzeit an unseren Tierschutzverein spenden. Jeder Cent hilft. Vielen Dank ♡.
>Jetzt spenden für Kastration!
Quellen:
https://www.tasso.net/Tierschutz/Tierschutz-Inland/streunerkatzen
https://www.tasso.net/Presse/Pressemitteilungen/2026/120-000-Hunde-und-Katzenentlaufen
https://www.tierschutzbund.de/tiere-themen/haustiere/katzen/gemeinden-mitkatzenkastrationspflicht/#c1615
https://www.tierschutzbund.de/ueber-uns/aktuelles/presse/meldung/deutschertierschutzbund-verklagt-bundesrepublik/
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/tierheime-vor-weihnachten-am-limit-zuviele-katzen-bereiten-probleme,tierheime-100.html
https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/aufnahmestopp_im_bertha-bruchtierheim_100.html
https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_100823904/so-viel-verdienentierpfleger-in-deutschland-gehalt-ueberrascht.html
https://www.tierrechtsblog.de/deutschland/staatsziel-tierschutz-art-20a-grundgesetz/
https://www.katzen-fieber.de/kastration-fuer-halter-katze-tierschutz-wichtig/




Ich bin dankbar für jede dieser Erfahrungen, die ich in Rumänien sammeln durfte, da sie meinen Blickwinkel nachhaltig verändert haben!






























